Zu viel zu tun

02Juni2015

Hey liebe Leser und Leserinnen,

Ich muss mich glaub ich jetzt wirklich sehr entschuldigen das es so eine lange Pause gab! Aber jetzt bin ich in vollen Zügen zurück und bereit die Finger in die Tasten zu hauen! Es ist sehr viel in der letzten Zeit passiert, Simon möchte mich nicht mehr gehen lassen, die Familie spricht seid zirca 3 Wochen über nichts mehr anderes als ein Hund als Haustier (Simon möchte unbedingt ein deutschen Schäferhund, er sagt das erinnere ihn an Deutschland und an mich. Manchmal ist er schon ganz niedlich.), Katharina verlässt bald das Land und dann sind es nur noch 2 Monate bis ich auch weiter fliege.

Viele Fragen sich sicher "Warum weiter fliegen?, Seda kommt nicht nach Hamburg zurück?"

Nein, ich komme nicht nach Hamburg zurück, fürs erste. Ich fliege zu meinem Freund nach Australien und dort wollen wir dann noch einbisschen rumreisen. Vielleicht werde ich davon dann auch nochmal einbisschen berichten, aber das dauert noch 3 Monate.

Naja, mal wieder zurück zum Thema China. Ich gewöhne mich hier ein und ich liebe China. Ich bin für die Kinder endlich die große Schwester, die ich immer sein wollte und es ist traurig sagen zu müssen dass ich diese Familie bald verlassen muss. Aber ich freue mich natürlich auch auf das neue Abenteuer. Dazu kam vor kurzem die super tolle Nachricht das meine Eltern mich hier besuchen werden, dass heißt ich werde eine kleine Touristenführerin sein. Vorallem baut mich das sehr auf, nochmal meine Eltern zu sehen bevor es weiter nach Australien geht.

 

Was ihr alles verpasst habt:

Der Juni ist jetzt angebrochen und der Mai war voller Aktivitäten im Freien, das kommt vielleicht davon weil der Frühling hier ultra heiß ist und es super viel Spaß macht mit den Kindern draußen zu spielen. Der Sommer ist noch nicht da und ich sitze hier in den kürzesten Kleidern um bloß nicht zu schwitzen, was leider nicht verhindert werden kann. Der Juni ist der Regenmonat hier in China, das bedeutet 35 Grad UND noch dazu regen..... wortwörtlich Tropisches Klima

Naja, wir waren aufjedenfall auf einem chinesischen Bio Bauernhof. Es war sehr interessant, vorallem der Aufbau war ganz anders als auf einem deutschen Bauernhof. Eine kleine Menge von Tieren, großflächig und sauber. Die Kinder hatten viel Spaß und die Oma auch. Die Oma hat sich einfach mal zwei Bauernburschen geschnappt und chinesische Medizin mit ihnen abgerupft. (In China verschwendet man nichts, ich hab mir sagen lassen das sie mit fast jeder Art von Kräutern irgendeine Medizin erstellen können - Unglaublich und was schlucken wir? Antibiotika.)

 

 Am Ende des Tages, hat die Oma dann noch zwei Hühner gefangen die für mindestens einen Monat dann auf unserem Dach gelebt haben. Die Kinder fanden das ganz toll, weil sie dachten das die Oma auf dem Dach jetzt ein Hühnerbauernhof eröffnen möchte. Das sie aber gegessen werden daran denken Kinder nicht. Ich hatte deswegen auch eine kleinere Diskussion mit Simon. Er fragte mich ob man ohne einen Hahn, denn Küken zeugen kann. Ich wollte jetzt nicht den Mutterpart übernehmen und einem 10 Jährigen Jungen erklären wie das mit den Blumen und Bienen funktioniert. Somit hab ich einfach so getan als würde ich nicht verstehen was er meint. Ganz schön peinlich! Aufjedenfall sind wir dann ins Gespräch gekommen und Simon hat mir verraten das er kein Hühnchen mehr essen wollen würde, weil er die Hühner auf dem Dach so toll findet. Als wir dann letztens Hühnchen auf dem Tisch hatten, hat er mich verstutzt angeschaut und meinte "Seda? Is this my chicken?". Ich musste grinsen, ihm fiel das Stück Hühnerbein aus der Hand und er fragte histerisch die Oma ob es sein Huhn sein was er da gerade essen soll. Die Oma, die Tante und die Putzfrau zur gleichen Zeit natürlich "Neeeeein...."

Seid dem Gespräch schaut mich Simon bei jedem Essen an, wenn es Hühnchen gibt und verweigert es zu essen. Für Simon ist Rind aber völlig okay, schon witzig.

 

An einem anderen Tag sind wir in die Berge gefahren. "Bambuswald" nennt sich das Gebiet. Es ist richtig schön, die komplette Fläche ist mit Bambusstöckern umgeben und man kann den kompletten Berg hinaufklettern bis man an einem großen Tempel angekommen ist. China bietet so viel Geschichte und Kultur das hab ich in Deutschland noch nie gesehen. Dazu kommt noch das alles auch noch so schön ist und jeder einzelne kleine Tempel eine Bedeutung hat bis man dann beim großen angekommen ist. Ich glaube es war der Tempel des Windes.

 

 

Satz des Tages: Bienchen und Blümchen sind im Feuer des Zornes untergangen. Ende.

 

-seda